Auszugsweise aus der Regionalzeitung OTZ-Gera vom 3.11.2011:
... Bösleben. Der geschäftsführende Vorstand der Agrargenossenschaft Bösleben hatte dennoch gestern zwei Kubaner zu Gast.
Maria Perez und Eduardo Sosa wollten sich über die Möglichkeiten des Aufbaus einer Fleischerei nach Thüringer Vorbild
auf Kuba informieren.
Der Kontakt zwischen den Kubanern und den Böslebenern wurde über die Kuba-Arbeitsgemeinschaft "Cuba si"
der Partei "Die Linke" vermittelt. Über "Cuba si" werden auch Gelder gesammelt, die bisher bereits in ein Projekt zur
Steigerung der Milchproduktion gesteckt wurden, das Dr. Sosa leitet.Nun soll es auch um die Wurst gehen.
"Wir möchten in der Provinz Mayabeque einen kleinen fleischverarbeitenden Betrieb aufbauen,
finanziert aus Spenden", erklärte in Bösleben Ingeborg Giewald, Landessprecherin von "Cuba si". Es ist eine Idee, heißt es.
Der Bedarf sei in Kuba auf jeden Fall vorhanden. Allerdings gelten Fleisch oder Wurst dort bisher eher als etwas Besonderes,
was es zu Festtagen gibt. Giewald: "Es gilt ein Signal zu setzen, nicht eine große Blase zu produzieren, die dann platzt.
" In Thüringen sollen bisher 12 000 Euro bei der Kuba-AG zusammengekommen sein. Das Geld dient aber für mehrere Projekte.
Allerdings werde deutschlandweit gesammelt.
Einen Zeitplan gibt es noch nicht, aber Bernhard Ernemann soll sich Anfang nächsten Jahres in Kuba ein konkretes Bild machen.
"Ich denke mir, es geht um den Austausch von Spezialisten oder Lehrlingen und um die Herstellung von Dauerwurst", so Ernemann.
Ob letztlich erst einmal Wurst geliefert oder dort produziert wird, ist noch nicht entschieden. Technik für die Fleischerei
soll jedenfalls aus Deutschland kommen, hieß es ...